Samstag, 15. Februar 2019 I 18.00 Uhr

“…sie sprechen von mir nur leise…”

Lyrisch-Musikalisches Portrait der Literatin Mascha Kaléko
von Paula Quast (Schauspielerin)

Lesung mit musikalischer Begleitung

„Eine Hommage an Kaléko, wie sie schöner nicht sein könnte…“, heißt es zu der Lesung von und mit der Hamburger Schauspielerin Paula Quast in Begleitung der Musikerin Krischa Weber. Die Veranstaltung aus der Veranstaltungsreihe „KulturOrt Dillenburg“ findet am Samstag, den 15. Februar 2020 um 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten des DGH Nanzenbach statt.
Eintrittskarten sind ab dem 27.01.2020 zu 8 Euro p.P. im Vorverkauf in der städtischen Tourist-Information (Hauptstraße 19, 35683 Dillenburg) und zu 10 Euro p.P. an der Abendkasse  erhältlich.

“…sie sprechen von mir nur leise…” (Mascha Kaléko)
Das Zitat ist der Titel eines lyrisch-musikalischen Portraits, das die Schauspielerin Paula Quast und die Musikerin Krischa Weber als Hommage an die Literatin Mascha Kaléko erschaffen haben. Es richtet sich nicht nur an Menschen jeden Alters, die Gedichte zwischen Alltag und großen Gefühlen lieben, sondern an alle, die sich vom hektischen Alltag eine Auszeit nehmen wollen.

Mit ihrem lyrisch-musikalischen Portrait haben die beiden Künstler ein neues Genre geschaffen, das zwischen Rezitation und Schauspiel angesiedelt werden muss. Sprache und Musik verschränken sich ineinander, wechseln einander ab. Das Programm gewinnt so eine ganz eigene Dramaturgie und Dynamik. Die Musik, der Tisch mit der Blattsammlung als Requisite machen daraus eine Art Kammerspiel, bei dem die Zeit wie im Flug vergeht.

Paula Quast spricht die Gedichte von Mascha Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des einzelnen Wortes, durch den Mut zur Pause lässt sie ihnen Raum, ihre Wirkung zu entfalten. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung sind unaufdringlich, und doch ist sie so präsent, dass sie und die Dichterin im Laufe der Inszenierung immer mehr zu einer Person verschmelzen.

Die Musikerin Krischa Weber lässt mit ihren Kompositionen die Melancholie hörbar werden, welche die Werke umgeben, dabei überdecken die Töne aber nicht die für Mascha Kaléko ebenfalls typische lebensbejahende Ironie, mit der sie die Welt zu kommentieren wusste.

Diese Inszenierung ist ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis und erobert seit über 20 Jahren im In- und Ausland ein begeistertes Publikum.

Zu den Akteuren:
Paula Quast wurde in Hamburg geboren und entwickelte schon früh eine tiefe Liebe zu Schauspiel und Oper. Drei Jahre lang studierte sie in der Folgezeit Schauspiel Atemtraining und Sprechtechnik.
Nach ursprünglich einer geplanten Gastspielrolle wurde sie für mehr als 100 Vorstellungen für die Inszenierung von Christine Brückners „Wenn du geredet hättest, Desdemona (Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen)“ verpflichtet. Danach ging sie mit einem Kabarettprogramm gegen Alkoholismus auf Tournee. Kleinere Arbeiten für Film und Fernsehen (u. a. „Polizeiruf 110“) und als Synchronsprecherin folgten.
Einer Kollegin aus Freiburg, die gerade in Hamburg gastierte, verdankt sie die Begegnung mit den Werken Mascha Kalékos. Nur auf den ersten Blick passen diese Attribute nicht zu der zerbrechlich wirkenden Mascha Kaléko, wer sich aber wie Paula Quast intensiv mit der Literatin beschäftigt, entdeckt die Freiheit ihres Geistes sowie ihre physische und psychische Stärke.
1996 präsentierte Paula Quast erstmals das Mascha Kaléko-Programm der Öffentlichkeit und war damit eine der ersten, die die Dichterin aus der Vergessenheit holte. 2007 fing sie erneut Feuer, als man ihr die Lyrik von Hedwig Lachmann empfahl, deren Klarheit und geistige Selbstständigkeit sie beeindruckte. Aus ihrer Begeisterung entstand das Hedwig-Lachmann-Programm, mit dem sie seit Herbst 2010 zu erleben ist. Nur scheinbar anders, aber ebenso faszinierend ist ihr drittes Projekt, Jüdische Märchen, die sie ebenfalls als Charakterstudien begreift.

Krischa Weber lebt als Cellistin in Hamburg und spielt in unterschiedlichsten Ensembles wie dem Ersten Improvisierenden Streichorchester, den Duos Marie Claire, WeberWendt und Das Himmlische Vergnügen, dem Celloensemble Cello en Vogue, Katrin Achinger & The Flight Crew u. a.
Krischa Weber befasst sich seit vielen Jahren mit den Möglichkeiten von Improvisation und entwickelt Musikkonzepte für unterschiedlichste Gelegenheiten, sei es mit prominenten Sprechern oder bezogen auf besondere Orte.

Foto Lebensart Weihnachtswelt